Münzkatalog: Euro

Euro Münzen: Länder Übersicht

Zeitperiode: 2002-Heute


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Euro als Zahlungsmittel

Seit dem 01.01.2002 sind Euromünzen offizielles Zahlungsmittel im europäischen Zahlungsverkehr und eine anerkannte Währung auf der ganzen Welt. Als Giralgeld bzw. Buchgeld konnte der Euro bereits seit 1999 gehandelt werden. Auch Prägungen aus den Jahren vor der offiziellen Einführung wurden angefertigt, sodass von Ländern wie Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich und einigen weiteren Prägungen aus den Jahren 1998, 1999, 2000 und 2001 im Umlauf sind.
Die Vielfältigkeit und Individualität sowie länderspezifische Sondermünzen machen den Euro zu einem beliebten Objekt für Sammler.





Worin unterscheiden sich Umlaufmünzen von Sammlermünzen?

Jedes Land, welches den Euro als offizielles Zahlungsmittel führt, ist berechtigt, neben den regulären Umlaufmünzen noch weitere Sammlermünzen oder Gedenkmünzen auszugeben. Diese Sammlermünzen müssen nur in dem Land, wo sie hergestellt werden, von Händlern und Ämtern akzeptiert werden, tauchen im normalen Zahlungsverkehr aber so gut wie gar nicht auf. Dadurch, dass der tatsächliche Wert der Münze den Nennwert meist erheblich übersteigt, sind Umläufe als Zahlungsmittel eher zufällig. Sammlermünzen fallen außerdem durch ihre geänderten Spezifikationen auf. So können sie sich in Durchmesser, Farbe oder Dicke von den regulären Münzen unterscheiden.
Über die Sammlermünzen hinaus gibt es noch sogenannte 2-Euro-Gedenkmünzen. Diese seit 2004 herausgegebenen Münzen wurden erstmalig von Griechenland im Rahmen der Olympischen Spiele geprägt, werden mittlerweile aber von über 20 Nationen gefertigt. Die Besonderheit bei den 2-Euro-Gedenkmünzen besteht darin, dass die nationale Seite durch eine Gedenkseite des jeweiligen Landes ersetzt wird. Die Kriterien Farbe, Dicke und Durchmesser bleiben im Vergleich zu den Umlaufmünzen unverändert.
A propos Umlaufmünzen: Die Umlaufmünzen bilden das Herzstück des europäischen Bargeldverkehrs und damit auch einer jeden umfänglichen Münzsammlung. Es gibt sie in allen teilnehmenden Ländern in den Nennwerten 1 Eurocent, 2 Eurocent, 5 Eurocent, 10 Eurocent, 20 Eurocent, 50 Eurocent, 1 Euro und 2 Euro. Für jeden Nennwert gilt eine für jede Nation einheitliche Vorderseite. Dadurch hat jede Euromünze einen Wiedererkennungswert, egal aus welchem Land sie stammt.



Die Euro-Münzen je Land

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Die Euro-Münzen im Wandel

Im Jahr 2007 wurden die Vorderseiten der Münzen ab einem Nennwert von 10 Eurocent bis hin zur 2 Euro Münze überarbeitet, sodass seither ein neues Design geprägt wird. Die nationale Rückseite der Euromünzen kann von den einzelnen Ländern individuell gestaltet werden, muss sich jedoch einem Richtlinienkatalog anpassen. So sind beispielsweise die Anordnung der Sterne im 30 Grad Intervall, das Vorhandensein des Ausgabejahres sowie die Sichtbarkeit des mindestens abgekürzten Namens des Ausgabestaates vorgeschrieben.
Im Laufe der Zeit begannen immer mehr Länder auf die Prägung von 1 und 2 Eurocent Münzen zu verzichten. Teilweise werden Sammlermünzen mit diesen Nennwerten ausgegeben. Da 1 und 2 Eurocent Münzen aber anerkanntes Zahlungsmittel der Europäischen Union sind, müssen diese in allen Ländern angenommen werden. Außerdem ist jedes Land der Euro-Zone verpflichtet Münzen zu allen Nennwerten zu prägen.

Euro-Münzen im Detail

EuroCent

Bei den drei niedrigsten Nennwerten, 1, 2 und 5 Cent bestehen die Münzen zum überwiegenden Teil aus Eisen und einer dünnen Kupferummantelung. Der Kupferanteil beträgt dabei weniger als 6%.
Die Dicke ist bei allen drei Münzen gleich, allerdings unterscheiden sie sich in den Punkten Durchmesser und entsprechend auch der Masse. Während die 1 Cent Münze 2,3 Gramm wiegt, bringt es die 2 Cent Münze auf 3,06 und die 5 Cent Münze auf 3,92 Gramm.
Bei der 2 Cent Münze besteht im Vergleich zu den anderen Münzen noch die Besonderheit, dass sie neben der glatten Oberfläche über eine umlaufende Kerbe verfügt.
Die 10, 20 und 50 Cent Münzen bestehen überwiegend aus nordischem Gold. Nordisches Gold ist eine Legierung aus Kupfer, Aluminium, Zink und Zinn. Somit enthält es eigentlich gar kein Gold, wird aber aufgrund seiner Farbe so genannt. Nominell gehört es zu den Messing-Legierungen. Die 10, 20 und 50 Cent Münzen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihres Durchmessers und Gewichtes, sondern auch in ihrer Dicke.
Die 10 Cent Münze wiegt bei 19,75 mal 1,93 Millimetern 4,1 Gramm,
die 20 Cent Münze bei 22,25 mal 2,14 Millimetern 5,74 Gramm und die
50 Cent Münze bei 24,25 mal 2,38 Millimetern 7,8 Gramm.

Euros

Die 1 Euro Münze besteht aus einem Kupfermessing-Ring mit einem geschichteten Kupferkern. Dadurch ist der Kern magnetisch, während der Ring es nicht ist.
Die Abmessungen der Euromünze sind 23,25 mal 2,33 Millimeter und das Gewicht liegt bei 7,5 Gramm. Die Rändelung besteht aus drei mal 29 Riffeln bei einer gebrochenen Riffelung.
Bei der 2 Euro Münze ist die Riffelung der Rändelung fein und mit Schriftprägung. Hier besteht der Ring aus Kupfernickel und der Kern aus geschichtetem Nickel-Messing.
Mit 8,5 Gramm ist es die schwerste reguläre Euromünze, mit ihren 2,2 Millimetern Dicke aber nicht die Dickste. Ihre Masse kommt aus den 25,75 Millimetern Durchmesser. In der Herstellung kostet sie jedoch nur ungefähr 13 Cent, was deutlich unter ihrem Nennwert liegt.



Welche Länder "prägen" den Euro?

Von Anfang an im Jahr 1999 mit dabei waren die Länder Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. 2001 begann Griechenland mit den ersten Prägungen, 2008 die Slowakei und 2015 schließlich Litauen.
Natürlich ist der Euro auch in einigen werten Staaten Zahlungsmittel und wird dort ausgegeben, die Prägungen finden allerdings nur in den zuvor genannten Ländern statt. So prägt die Slowakei beispielsweise auch für Slowenien, Österreich auch für Zypern, die Niederlande auch für Luxemburg, Litauen auch für Estland, Italien für San Marino und Vatikanstadt. Frankreich auch für Monaco, Deutschland auch für Estland und Lettland und das Vereinigte Königreich hat sogar mal für Irland im Jahr 2002 1 und 5 Cent Münzen geprägt. Immer wieder kam und kommt es zu Wechseln, was den Bezug der Prägungen unter den Ländern angeht. Erkennbar ist die Herkunft an den sogenannten Münzstättenzeichen (Mzz), welche den Prägeort kennzeichnen.