Münzkatalog: Euro Österreich

Münzkatalog: Republik Österreich

Euro Münzen Republik Österreich

Zeitperiode: Republik Österreich 2002-Heute


Fahne Republik Österreich

Österreichische Euromünzen

Die seit 1995 zur Europäischen Union gehörende Bundesrepublik Österreich ist seit 1999 Mitglied der Eurozone. Schon im Jahr 1998 begann die Münze Österreich AG (die österreichische Münzstätte) mit der Prägung von Euromünzen. Da die Ausgabe erst im Jahr 2002 erfolgen sollte, wurde das Prägejahr jeweils auf das Ausgabejahr datiert, sodass österreichische Euromünzen erst ab 2003 das korrekte Prägejahr tragen.
Bis 2002 war die Münze Österreich AG für die Prägung der Vorgängerwährung, dem Österreichischen Schilling verantwortlich.





Die Euromünzen Österreichs

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Österreichische Umlaufmünzen

Wie einige andere Länder auch, hält sich Österreich nicht vollständig an die Gestaltungsrichtlinien der Europäischen Komission, was das Design der nationalen Seite betrifft. Da der Nennwert einer jeden Münze bereits auf der Vorderseite genannt wird, soll er laut Europäischer Komission auf der Rückseite nicht noch einmal vorkommen. Auf den österreichischen Euromünzen ist dies jedoch der Fall, sodass Österreich aufgefordert ist, diesen Umstand bis zum Jahr 2062 zu ändern.
Jeder Nennwert hat ein eigenes Motiv. Alle Motive wurden vom Bilderhauer Josef Kaiser entworfen, der Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ist. Auf der österreichischen 1 Cent Münze ist der Enzian zu sehen. Das Gewächs hat eine blaue Blütenfarbe und wurde damit zum Symbol für die Tugend Treue. Die 2 Cent Münze wird geziert von Edelweiß, einem Korbblütler, welcher schon seit 1886 in Österreich unter Naturschutz steht. Edelweiß war auch schon auf der vorigen 1 Schilling Münze Österreichs abgebildet. Auf der 5 Cent Münze ist die Alpenprimel, auch Clusius-Primel genannt, thematisiert. Die Primel ist das österreichische Wahrzeichen der Alpen, dem größten Stolz des Landes. Ab der 10 Cent Münze ändert sich das Sujet von Umwelt zu Architektur. So ist auf der 10 Cent Münze der Stephansdom, lang: Domkirche St. Stephan zu Wien, geprägt, der auf das 14. Jahrhundert zurück geht. Er gehört mit zu den wichtigsten gotischen Bauwerken des Binnenstaates und wird gern auch als Nationalheiligtum betitelt. Die 20 Cent Münze ziert das Schloss Belvedere. Der Name stammt aus dem italienischen und bedeutet so viel wie: "schöne Aussicht". Erbaut wurde das imposante Gebäude im frühen 18. Jahrhundert. Dem 50 Cent Stück der Österreicher gebührt schließlich das Abbild des Wiener Secessionsgebäudes, ein Ort, an dem zeitgenössische Kunst vom späten 19. Jahrhundert bis zum heutigen Tag ausgestellt wird. Von den großen Cent-Münzen zu den Euromünzen Österreichs ändert sich erneut das Sujet. Statt Architektur werden hier berühmte Persönlichkeiten verbildlicht. Auf dem 1 Euro Stück handelt es sich um Wolfgang Amadeus Mozart, dem wohl größten Musiker der Weltgeschte. Gewählt wurde die Gemäldevorlage von Barbara Krafft, die 1819 angefertigt wurde. Auf der österreichischen 2 Euro Münze ist Bertha von Suttner, eine 1914 verstorbene Schriftstellerin, Friedensforscherin und Pazifistin zu sehen, die 1905 als erste Frau in der Gesichte den Friedensnobelpreis verliehen bekam.

Österreichische 2-Euro-Sondermünzen

Seit 2005 hat Österreich bis 2018 insgesamt sieben verschiedene 2-Euro-Sondermünzen ausgegeben. Die erste Münze erschien nach einem Entwurf von Helmut Andexlinger zu 50 Jahren Staatsvertrag. 2007 folgte der 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages von Rom, dessen 2-Euro-Gedenkmünze von Andreas I. Zanaschka designt wurde. Nach einer Pause im Jahr 2008 stand die 2-Euro-Sondermünze 2009 unter dem Zeichen 10 Jahre Europäische Wirtschafts- und Währungsunion und 2012 wurde dem zehnten Jahrestag der Einführung des Euros als Bargeld gedacht. 2015 wurde das Dreißigjährige Bestehen der EU-Flagge mit einer österreichischen 2-Euro-Sondermünze gefeiert und 2016 erschien eine Münze zum 200. Jahrestag der Gründung der Österreichischen Nationalbank. 2018 trägt die Münze den Titel 100 Jahre Republik Österreich und entstand in Zusammenarbeit von Helmut Andexlinger und Herbert Wähner.
2 Euro Sondermünzen Übersicht

Österreichische Sammlermünzen

Österreich hat im Laufe der Jahre eine Vielzahl an Sammlermünzen ausgegeben. Besonders hervorzuheben ist zum Beispiel die Anlagemünze Wiener Philharmoniker, die in Nennwerten von 1,5 Euro bis zu 10.000 Euro (1.000 Unzen) geprägt wurden. So zum Beispiel der 2004 ausgegebene Big Phil, aus 99,99%igem Gold, den es nur in einer Auflage von 15 Stück gibt und der einen gigantischen Durchmesser von 370 Millimetern aufweist.
Neben den Wiener Philharmonikern gibt es noch zahlreiche andere österreichische Sammlermünzen wie die 3 Euro Kupfer-Nickel-Münzen aus der Reihe "Die bunte Welt der Tiere", in der zum Beispiel Münzen zur Fledermaus, zum Wolf, dem Tiger, der Eule, dem Papageien und vielen weiteren Spezies erschienen sind. Österreichische 5 Euro Sammlermünzen sind von 2002 bis 2011 in neun-eckiger Form als Silbermünzen mit Kupferanteil erschienen. Themen waren beispielsweise die Wasserkraft, die EU-Erweiterung oder zuletzt das Land der Wälder. Die Neujahrsmünze 2012 trägt das Thema 200 Jahre Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und ist neunfach unterbrochen geriffelt. Zuletzt erschien im März 2018 die Sammlermünze zum Osterhasen und Ende diesen Jahres wird die Neujahrsmünze 2019 als 5 Euro Stück erscheinen.
Österreichische 10 Euro Sammlermünzen sind bisher in vielen verschiedenen Reihen erschienen. Es gibt beispielsweise die Reihe Schlösser, unter der unter anderem das Schloss Ambras, das Schloss Heilbrunn oder das Schloss Artstetten geprägt wurden. Unter dem Motto Republiksjubiläum erschienen 2005 60 Jahre Zweite Republik und Wiedereröffnung von Burg und Oper. Es folgte die 10 Euro Sammlerreihe Stifte und Klöster in Österreich, zum Beispiel mit der Abtei Seckau, anschließend wurden verschiedene Sagen und Legenden aus Österreich geprägt und bis 2016 die Reihen Österreich aus Kinderhand bzw. Bundesländer. Seit 2017 läuft die Reihe Engel - Himmlische Boten.
Österreiche 20 Euro Sammlermünzen standen am Anfang unter dem Gesichtspunkt Österreich im Wandel der Zeit, 2004 folgte der für einen Binnenstaat untypische Titel Österreich auf hoher See, zum Beispiel mit der S.M.S. Novara oder der S.M.S. Viribus Unitis als 20 Euro Silbermünze, je mit einer Auflage von 50.000 Stück. Mit dem Jahr 2007 wechselte das Thema zu Österreichische Eisenbahnen, unter anderem mit der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, der Kaiserin Elisabeth Westbahn oder zuletzt 2009 der Bahn der Zukunft. Von 2010 bis 2012 währte die Reihe Rom an der Donau mit ehemaligen römischen Gebieten, wie dem Virunum, dem Vindobona oder dem Brigantium. 2013 bis 2015 war das Motto Lebendige Urzeit, Ende 2015 und 2016 Wolfgang - Amadé - Mozart und bis heute läuft die Reihe Maria Theresia - Schätze der Geschichte. Zusätzlich sind noch diverse andere 20 Euro Sammlermünzen aus Österreich außer der Reihe geprägt worden.
Mit einem farblichen Niobkern sind bis heute mit einer Auflage von je über 50.000 Stück auch verschiedene 25 Euro Münzen erschienen, die erste 2003 mit einem blauen Niobkern zum Thema 700 Jahre Hall in Tirol und zuletzt im Jahr 2017 mit einem grün-rotem Niobkern zum Mikrokosmos. Noch in diesem Jahr soll die 25 Euro Sammlermünze zum Anthropozän ausgegeben werden. Außerdem gibt es ebenfalls seit 2003 Österreichische Goldmünzen mit einem Nennwert von 50 Euro zum Sammeln. Reihen dieses Nennwertes sind zum Beispiel 2000 Jahre Christentum, große Komponisten, große Mediziner Österreichs, Klimt und seine Frauen oder Wiener Schulen der Psychotherapie. Außerhalb irgendeiner Reihe erschien 2011 die 50 Euro Sammlermünze 200 Jahre Joanneum in Graz.
Ebenfalls golden sind die 100 Euro Sammlermünzen Österreichs. Hier sind die Reihen Kunstschätze Österreichs, der Wiener Jugendstil, die Kronen der Habsburger und unseren Wildtieren auf der Spur zu bestaunen. Noch dieses Jahr sollen der Steinbock und die Stockente als 100 Euro Sammlermünze erscheinen, je in einer Auflage von 30.000 Stück.



Gebiet und Lage Österreich

Lage der Republik Österreich Karte der Staaten Republik Österreich

Daten Österreich

LandeshauptstadtWien
StaatsformBundesrepublik
RegierungsformSemipräsidentielle repräsentative Demokratie
StaatsoberhauptBundespräsident(in)
RegierungschefBundeskanzler(in)
Bestehen27. April 1945 (Zweite Republik)
Fläche83.878,99 km²
Einwohner8.772.865 (2017)

Währungen

Der Schilling war von 1925 bis 1938 und von 1945 bis zur Einführung des Euro am 1. Jänner 1999 die Währung und anschließend noch bis zum 28. Februar 2002 gesetzliches Zahlungsmittel der Republik Österreich. Als Folge des österreichischen „Anschlusses“ an das Deutsche Reich diente zwischen 1938 und 1945 die Reichsmark als Währung. Seit 2002 Euros. Der Schilling wurde in 100 Groschen unterteilt.
Österreichischer Schilling in Wikipedia

Weitere Informationen Österreich

Österreich in Wikipedia