Münzkatalog: DM Münzen Deutschland

Deutsche Mark Münzen der Bundesrepublik Deutschland

Zeitperiode: BRD DM 1945-2002


  Wappen der Bundesrepublik Deutschland seit 1945   Fahne der Bundesrepublik Deutschland seit 1945
Entstanden aus: 3. Reich 1933-1945





Die Deutsche Mark der Bundesrepublik Deutschland

Nach dem Ende der Besatzungszeit, die sich dem zweiten Weltkrieg anschloss, wurde 1949 im Westen Deutschlands mit Unterstützung der Alliierten Siegermächte die BRD ausgerufen. Damit wurden die vorigen Währungen wie Reichsmark und Rentenmark obsolet und durch die Deutsche Mark ersetzt.

Münzen Deutsche Mark - DM

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Die Deutsche Mark der Bundesrepublik Deutschland

Im Osten Deutschlands gründete sich unter sowjetischer Vormundschaft bereits ein Jahr zuvor die Deutsche Demokratische Republik (DDR) mit einem anderen Regierungs- und Währungssystem, welches 1990 zerbrach. Die neuen (ostdeutschen) Bundesländer gliederten sich ab diesem Zeitpunkt der BRD an und partizipierten bis 2001 am System Deutsche Mark. 2002 stellte die BRD auf Euro um. Doch auch in Westdeutschland gehörten nicht von Beginn an alle der alten Bundesländer zur Währungsgemeinschaft der Deutschen Mark. Das Saarland führte das neue Geld erst im Juli 1959 ein und hatte bis dahin einen Sonderstatus. Auch in Westberlin gab es eine Besonderheit, hier wurde bis zur Gründung der BRD parallel die Ostmark der DDR geführt. Die Münzhoheit der BRD liegt seit Beginn bei der Regierung der Bundesrepublik im Ministerium für Finanzen. Diesem sind die ursprünglich vier und später dann fünf Prägestätten der BRD unterstellt. Die Organisation über die Münzen der Deutschen Mark übernahm zu Beginn der BRD die Bank Deutscher Länder. Als diese später in die Deutsche Bundesbank überging, wurden die Aufgaben an die neu gegründete Institution übertragen. Im Jahr 2001 wurde für die Prägung der 1 Mark Goldmünze (der einzigen goldenen Gedenkmünze der Bundesrepublik) ein eigenes Gesetz erlassen, welches zum einen eine Stiftung zur Erhaltung der Bedeutung des Bargeldes ins Leben rief, gleichzeitig aber auch der Deutschen Bundesbank die Berechtigung gab, diese Goldmünze auszugeben. Die Ursprungsprägestätten der BRD waren die seit 1873 bestehende Hamburgische Münze, die ein Jahr zuvor gegründete Staatliche Münze Baden-Württemberg in Karlsruhe, die zur selben Zeit entstandene Staatliche Münze Baden-Württemberg in Stuttgart und das Bayerische Hauptmünzamt in der Landeshauptstadt München. Mit der deutschen Wiedervereinigung wurde der ehemals Volkseigene Betrieb Münze Berlin zur Staatlichen Münze Berlin und damit fünfte Prägeanstalt der BRD. All diese Prägestätten sind auch noch heute in Betrieb und fertigen seit dem Ende der D-Mark Euromünzen.

Deutsche Mark Kursmünzen der Bundesrepublik

Im Kleingeldbereich stammen die Entwürfe der Kursmünzen der Bundesrepublik von Adolf Jäger, einem 1983 verstorbenen Bildhauer, der aufgrund seiner Arbeit an den Kursmünzen den Spitznamen "Pfennig-Jäger" erhielt. Auf dem Avers der Münzen sind jeweils der Nennwert, die Währungsbezeichnung, das Münzstättenzeichen und zwei Eichenblätter zu sehen. Das Revers zieren das Ausgabejahr, die Worte Bundesrepublik Deutschland (als Münzhoheitsträger) und ein Büschel Eichenlaub.
Die 1, 5 und 10 Pfennig Münzen bestanden von Anfang an aus einem Stahlkern mit plattiertem Kupfer. Das 2 Pfennig Stück wurde zu Beginn aus Kupfer, mit einer Zinn- und Zinkbeigabe gefertigt. Später erfolgte die Herstellung ebenfalls wie bei den anderen Pfennig-Münzen. Für den Entwurf der 50 Pfennig Münze zeichnete Richard M. Werner verantwortlich. Zu sehen ist auf der Rückseite die deutsche Malerin und Ehefrau des Designers Gerda Johanna „Jo“ Werner, wie sie gerade einen Baum pflanzt. Während ihr Mann bereits im ersten Jahr der Prägung der von ihm entworfenen Münze verstarb, lebte das Modell bis zum Jahr 2004. Mit 3,5 Gramm wog das 50 Pfennig Stück ein halbes Gramm weniger als das weniger wertvolle 10 Pfennig Stück. Wie bei den Mark Stücken wurde hier Kupfernickel als Material verwendet.
Der Entwurf der regulären 1 Mark und 2 Mark Stücke der BRD stammt aus Josef Bernharts Feder. Auf der Rückseite ist jeweils der Bundesadler, umgeben von den Worten Bundesrepublik Deutschland, zu sehen und auf der Wertseite die Worte Deutsche Mark, zwei Eichenblätter und der Nennwert. Vom 2 Mark Stück gibt es noch weitere Motive, die jeweils bedeutende deutsche Persönlichkeiten zeigen und von anderen Künstlern wie Karl Roth oder Reinhart Heinsdorff entworfen wurden.
Den höchsten Nennwert unter den deutschen Kursmünzen sowie das höchste Gewicht weisen die 5 Mark Münzen der BRD auf. In der ersten Prägeserie zeigten sie einen Entwurf von Albert Holl, einem 1970 verstorbenen schwäbischen Graveur und Bildhauer. Ab 1975 wurde nach einem Entwurf von Wolfgang Doehm geprägt, der auch eine der silbernen 10 Mark Gedenkmünzen des Landes gestaltete sowie eine 100 Euro Münze zum UNESCO-Welterbe Goslar. Das Gewicht der ersten 5 Mark Kursmünzen lag bei 11,2 Gramm, ab der zweiten Prägeserie verringerte es sich auf 10 Gramm. Es wurde nun auch keine Silber-Kupferlegierung mehr verwendet, sondern das von der Firma Thyssen Krupp patentierte Magnimat, welches eine Kupfernickellegierung ist und auch bei heutigen Euromünzen eingesetzt wird sowie den damaligen 2 Mark Münzen, die das Konterfei einer berühmten Person zeigten.

Deutsche Mark Gedenkmünzen der Bundesrepublik

Während der Zeit der Deutschen Mark von 1948 bis 2001 prägte die Bundesregierung insgesamt 87 Gedenkmünzen, die neben den Kursmünzen für Sammler ausgegeben wurden. Den niedrigsten Nennwert unter diesen speziellen Münzen hat die 1 Mark Gedenkmünze in Gold. Aufgrund ihres hochwertigen Materials (99,99%iges Feingold) liegt ihr Materialwert deutlich über ihrem Nennwert. Sie wurde ihrerzeit für 250 Mark in einer Auflage von einer Million Exemplaren ausgegeben und kann aufgrund der Volatilität des Goldpreises als Anlagemünze genutzt werden. Sie wurde allerdings nur in diesem einen Jahr hergestellt und ist auch die einzige Gedenkmünze der Währung Mark, die in Gold geprägt wurde. Anlass war die bevorstehende Währungsumstellung auf Euro, welcher schon zwei Jahre zuvor giral geführt wurde und 2002 als Bargeld in Kraft trat. Die ersten in der BRD geprägten Gedenkmünzen waren die 5 Mark Silbermünzen. Von ihnen wurden zwischen 1953 bis 1979 insgesamt 28 Stück mit verschiedenen Motiven ausgegeben. Anlässe waren beispielsweise der 100. Todestag von Joseph Freiherr von Eichendorff oder der 150. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Da der Silberpreis von Jahr zu Jahr anstieg und die Herstellung der Münzen letztlich teurer gewesen wäre als ihr Nennwert von fünf Mark, änderte die Bundesregierung des Herstellungsverfahren der Gedenkmünzen. Fortan wurde statt Silber eine Kupfernickellegierung verwendet, die für ein nierigeres Gewicht bei gleichem Durchmesser (10 statt 11,2 Gramm) sorgte und den Fertigungsprozess kostengünstiger gestaltete. Als silberne Kupfernickelmünze wurden 15 Stück in Auflagen zwischen fünf und acht Millionen Exemplaren in Spiegel- und Stempelglanz ausgegeben. Geprägt wurden die 5 Mark Münzen jeweils in einer Münzprägestätte je Motiv, sodass beispielsweise die 1982 erschienene Münze zum 10. Jahrestag der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen in Stuttgart gefertigt wurde, während die 1983 erschienene 5 Mark Münze zum 500. Geburtstag von Martin Luther in Karlsruhe in Produktion ging.
Parallel zur 5 Mark Münze wurde ab 1970 mit der Prägung von silbernen 10 Mark Gedenkmünzen begonnen. Zu Beginn bestanden sie aus 625er Silber, ab 1998 kam das wertvollere 925er Silber zum Einsatz. Das Gewicht blieb jedoch bei 15,5 Gramm gleich, ebenso wie der Durchmesser von 32,5 Millimetern. Bis 1972 wurden die Silbermünzen jeweils von allen vier westdeutschen Prägestätten gefertigt. Nach sechs Ausgaben wurde eine Pause von 15 Jahren eingelegt, während der nur 5 Mark Gedenkmünzen ausgegeben wurden, und 1987 erfolgte dann die neuerliche Produktion von 10 Mark Münzen in jeweils nur einer Prägestätte des Landes. Ab 1997 wurden dann alle Prägestätten Deutschlands mit der Fertigung der 10 Mark Silbermünzen bedacht, auch die Berliner Münze, die seit 1990 zur BRD gehörte und vorher für die DDR Münzen prägte. Bis zum Ende der DM bringt es die BRD auf insgesamt 43 verschiedene 10 Mark Silbermünzen, sechs davon bis ´72, weitere 23 von ´87 bis ´97 und die übrigen 14 von ´98 bis 2001. Die ersten 10 Mark Münzen standen ganz im Zeichen von Olympia, alle weiteren behandelten entweder Geburtstage, Todestage oder Jubiläen, zuletzt 50 Jahre Bundesverfassungsgericht, knapp vier Monate vor der Umstellung auf Euro.

Deutsche Mark Münz Marken

MarkePrägeortPrägezeitraum
ABerlinAb 1872
BHannover1872 - 1878
CFrankfurt1872 - 1879
DMünchenAb 1872
EDresen1872–1887
EMuldenhüttenAb 1887
FStuttgartAb 1872
GKarlsruheAb 1872
HDarmstadt1872–1882
JHamburgAb 1875

Gebiet und Lage der Bundesrepublik Deutschland

Karte Bundesrepublick Deutschland seit 1945   Lage Bundesrepublick Deutschland seit 1945  

Daten BRD

LandeshauptstadtBerlin
RegierungsformParlamentarische Demokratie
StaatsoberhauptBundespräsident
RegierungschefBundeskanzler (in)
Bestehen1945-Heute
Fläche357.375 km²
Einwohner82.175.684 (2015)
Entstanden ausDeutschem Reich

Währung

Deutsche Mark und Pfennige bis 2001, Euro und Cent ab 2002