Münze 5 Deutsche Mark Wertseite von 1951

Die Deutsche Mark (DM) - Ein Überblick über den Vorgänger des Euro

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Über 15 Jahre nach ihrer Abschaffung erfreut sich die Deutsche Mark der BRD immer noch großer Beliebtheit und gilt in den Köpfen vieler Menschen als stärkste und stabilste Währung aller Zeiten.
Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass die Deutsche Mark tatsächlich eine der langlebigsten Währungen aller Zeiten war und es gleichzeitig schaffte, eine moderate Inflation aufrechtzuerhalten. Keine andere nicht mehr verwendete Währung wird so sehr gehortet und gesammelt wie die Deutsche Mark der Bundesrepublik. Noch immer akzeptiert die Bundesbank die D-Mark und gibt zum normalen Kurs im Umtausch Euros aus.
Ab und zu erlaubt sich ein Unternehmen sogar einen Marketingtrick und akzeptiert plötzlich für einen bestimmten Zeitraum alte D-Mark Münzen, um Kunden anzulocken und positive Assoziationen zu wecken. Beispielsweise Kaufland im Jahr 2016.





Von der Bank deutscher Länder zur deutschen Bundesbank

Bevor die Deutsche Bundesbank gegründet wurde, diente die Bank deutscher Länder als Herausgeber der Deutschen Mark nach der Gründung der BRD. Bis 1951 unterstand die Bank deutscher Länder den Weisungen der Alliierten, erst dann erreichte die Institution ihre Souveränität. Das bedeutet, dass sie in der Folgezeit auch nicht den Weisungen der Bundesregierung unterstand, sondern unabhängig war.
Faktisch gesehen gilt sie als Nachfolger der Reichsbank und sollte die Geldpolitik für das neue Deutschland organisieren. Am 01. August 1957 wurde schließlich die Deutsche Bundesbank gegründet, die bis heute (wenn auch mit anderen Aufgaben) bestand hat. Sie erwuchs direkt aus der Bank deutscher Länder und setzte die Prägung der Deutschen Mark und Pfennige der BRD fort.




Das Münzbild der Umlaufmünzen der Deutschen Mark

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Auf den 1 bis 10 Pfennig Münzen der BRD findet sich auf der Vorderseite der Nennwert und das Wort Pfennig, umrahmt von zwei Ähren sowie das Münzzeichen. Die Rückseite ist gekennzeichnet von einem Eichenzweig mit fünf Blättern. Außerdem findet sich hier die Jahreszahl der Prägung. Der Entwurf des Eichenzweiges mit den fünf Blättern stammt von dem Bildhauer Adolf Jäger, der aufgrund seiner Arbeit als "Pfennig-Jäger" in Deutschland Bekanntheit erlangte.
Auf dem 50 Pfennig Stück ist auf der Bildseite die Kunstlehrerin und Malerin Gerda Johanna „Jo“ Werner abgebildet, die wie auf der Prägung zu sehen, als Model für die "Baumpflanzerin" diente. Der Entwurf selbst stammt von Richard M. Werner. Die Vorderseite der 1 DM Münzen unterscheidet sich von denen der Pfennige. In der Mitte stehen unter dem Nennwert die Worte "Deutsche Mark", umrahmt von zwei Ährenbüscheln. Darunter ist das Prägejahr zu lesen. Auf der Rückseite der 1 D-Mark Münze ist der Bundesadler, umrahmt von den Worten "Bundesregierung Deutschland" zu sehen. Unterhalb des Adlers ist außerdem noch das Münzstättenzeichen aufgeprägt.
Das Design der 2 DM Münze unterschied sich in der Anfangszeit der BRD nur bezüglich des höheren Nennwertes, war ansonsten aber mit dem der 1 DM Münze identisch. Durch diesen Umstand kam es häufig zu Verwechslungen im Bargeldverkehr, weshalb beschlossen wurde, das Motiv der Rückseite der 2 DM Münzen zu ändern. Die Entwürfe der ersten deutschen 2 DM Münze und der 1 DM Münze kamen beide von dem Religionswissenschaftler und Publizisten Josef Bernhart gestaltet. 1958 kam dann das erste neue 2 DM Stück in Umlauf. Auf der Bildseite dieser Münze ist das Konterfei des Physikers Max Planck zu sehen, dem Begründer der Quantenmechanik. Ab 1969 wurde die Rückseite der 2 DM Münze erneut immer wieder geändert. Zwar glich die Münze mit dem Bild von Max Planck zwar nicht mehr der 1 DM Münze, wurde aber des öfteren mit der 5 DM Münze verwechselt und war außerdem nicht automatensicher. In den Jahren ihrer Prägung verursachte sie im Zahlungsverkehr und bei Geldinstituten unzählige Fehler. Neben der 1969 herausgegebenen Folge-Münze, die als Motiv den ersten deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer trug, erschienen in den Folgejahren unterschiedliche 2 DM Münzen parallel als gültiges Zahlungsmittel. Von 1970 bis 1987 wurde die 2 DM Münze mit einem Bild vom ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss geprägt. Die Erstausgabe erfolgte allerdings erst deutlich nach Beginn der Prägung, und zwar am 1. Juli 1973. Von 1979 bis 1993 erschien die 2 DM Münze zum ersten Oppositionsführer Kurt Schumacher nach einem Entwurf von Hans-Joachim Dobler. Von 1988 bis 2001 zierte auf einer anderen 2 DM Umlaufmünze der Kopf von Ludwig Erhard, den Begründer der sozialen Marktwirtschaft die Rückseite. Der Entwurf dieser Münze stammt von dem Münchner Franz Müller. Von 1990 bis 2001 ließ die Bundesrepublik die 2 DM Münze mit einem Bild von Franz Josef Strauß prägen. Strauß war bayerischer Ministerpräsident und Bundesminister. Die jüngste 2 DM Münze der BRD stammt von dem Bildhauer Hubert Klinkel und zeigt den Altkanzler Willy Brandt, der von ´69 bis ´74 im höchsten politischen Amt war. Den Abschluss der Umlaufmünzen der Bundesrepublik bildet die Fünf Mark Münze. Der Entwurf stammt vom Graveur Albert Holl. Auf der Vorderseite wird der Nennwert von den Worten "Bundesrepublik Deutschland" und "Deutsche Mark" umrahmt. Auf der Rückseite ist der Bundesadler zu sehen. 1975 wurde das Design nach einem Entwurf von Wolfgang Doehm geändert. Die Schrift auf der Vorderseite ist nun nicht mehr zweizeilig und auf der Rückseite ist der Adler kleiner geworden, dafür ist nun jedoch das Prägejahr darunter zu sehen.


Woraus bestehen der Pfennig und die Deutsche Mark der BRD?

Die 1 Pfennig Stücke der Bundesregierung bestanden aus Stahl mit einer Kupferummantellung. Das Herstellungsverfahren war sehr grob und preisgünstig, sodass die Münzen anfällig für Feuchtigkeit waren und sich leicht verbiegen ließen. Die 2 Pfennig Münzen wurden bis zum Jahr 1967 aus Bronze (bzw. einer 95%igen Kupferlegierung) gefertigt, was sie massiv und wertig machte. Danach wurde dasselbe Verfahren mit dem gleichen Material wie bei dem 1 Pfennig Stück angewendet. Die 5 Pfennig Stücke Deutschlands wiederum bestanden aus Stahl mit einem Messingmantel, ebenso wie die 10 Pfennig Stücke. Das 50 Pfennig Stück wurde aus Kupfer-Nickel gefertigt, das gleiche Material, was auch bei der 1 DM Münze und der ersten 2 DM Münze zur Anwendung kam.
Ab der Konrad Adenauer 2 DMark Münze wurde auf ein Magnimat aus Kupfernickel zurückgegriffen. Die 5 DM Münzen der Bundesregierung bestanden aus 625er Silber und 375er Kupfer in der ersten Prägeserie und aus Kupfernickel in der zweiten Prägeserie. Ihre Abmessungen blieben mit 29 Millimetern Durchmesser unverändert, allerdings verringerte sich das Gewicht um 1,2 Gramm auf nur 10 Gramm.

DM Gedenkmünzen der BRD von 1953 bis 1967

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In den Jahren 1953 bis 1967 wurden in der Bundesrepublik lediglich fünf verschiedene Sondermünzen in nur geringen Auflagen und zum Nennwert von 5 DM geprägt. Aufgrund ihrer Seltenheit sind diese Münzen heute extrem begehrte Objekte unter Sammlern. Nur 200.000 Stück wurden insgesamt von der ersten 5 DM Gedenkmünze zum 100 jährigen Bestehen des Germanischen Nationalmuseums (Nürnberg) ausgegeben worden. Die Prägung fand im bayerischen Hauptmünzamt in München statt. Die zweite 5 DM Sondermünze zum 150. Todestag von Friedrich Schiller wurde von der Staatlichen Münze Stuttgart hergestellt. Die Münzanstalt in Karlsruhe prägte noch im selben Jahr die dritte 5 DM Sammlermünze der BRD, hier war der 300. Geburtstag des sogenannten „Türkenlouis“ Ludwig Wilhelm, Markgraf von Baden der Anlass für die Erstellung des Motivs der Münze. Mit der Hamburgischen Münze prägte 1957 nun auch die vierte der westdeutschen Münzprägestätten eine 5 D-Mark Gedenkmünze. Das Motiv war der 100. Todestag des Joseph von Eichendorff, einem bedeutenden Lyriker und Schriftsteller der Romantik. In derselben Prägestätte wurde sieben Jahre später die letzte 5 DM Gedenkmünze in niedriger Auflage geprägt. Sie gedachte dem 150. Todestag von Johann Gottlieb Fichte, einem Philosophen und Vertreter des Deutschen Idealismus.


DM Gedenkmünzen der BRD von 1953 bis 1967

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In der Zeit von 1967 bis zur Einführung des Euro als Bargeld wurden insgesamt 82 verschiedene Gedenkmünzen geprägt. Bis 1979 waren es 23 5 DM Münzen aus 62,5%igem Feinsilber mit einer 37,5%igen Kupferbeimischung. Diese hatten einen Durchmesser von 29 Millimetern bei einem Gewicht von 11,2 Gramm. Themen waren unter anderem das Deutsche Archäologische Institut, die Geburts- oder Todestage berühmter Persönlichkeiten wie Friedrich Ebert oder Albert Schweizer sowie besondere Anlässe wie das Europäische Denkmalschutzjahr oder das Jubiläum des deutschen Grundgesetzes. Von 1980 bis 1986 ließ die Bundesregierung weitere 15 fünf D-Mark Gedenkmünzen prägen. Diese bestanden zu 75% aus Kupfer und zu 25% aus Nickel mit einem Magnimat. Ihr Gewicht betrug bei einem Durchmesser von 29 Millimetern zehn Gramm. Zusätzlich zu den 5 Mark Gedenkmünzen wurden außerdem noch 10 DM Münzen ausgegeben. Von 1970 bis 1972 erschienen sechs verschiedene Münzen aus 72,5%igem Silber, mit 37,5% Kupferanteil. Ihr Gewicht lag bei 15,5 Gramm bei einem Durchmesser von je 32,5 Millimetern. Anlässe waren ausschließlich Olympiaden. Von ´87 bis ´97 wurden weitere 23 Zehn DM Münzen in der gleichen Materialzusammensetzung, allerdings zu anderen Anlässen wie besonderen Ereignissen oder Geburts- und Todestagen berühmter Personen ausgegeben. Ein weiterer Unterschied dieser 10 DM Münzen besteht darin, dass diese nicht wie die vorigen 10 DM Sondermünzen von allen vier westdeutschen Prägeanstalten, sondern jeweils nur von einer geprägt wurden. Ausnahmen bildeten die drei letzten 10 DM Münzen in dieser Materialzusammensetzung aus dem Jahr 1997. Diese wurden von den nunmehr fünf Prägestätten der BRD angefertigt. Von 1998 bis 2001 legte die Bundesregierung zusätzliche 14 Zehn D-Mark Gedenkmünzen auf. Gewicht und Durchmesser waren derselbe wie bei den vorigen Münzen, dieses Mal betrug der Silberanteil jedoch 92,7% und der Kupferanteil 7,5%. Die Prägung fand erneut in allen fünf Prägestätten Deutschlands statt. Am 26. Juli 2001 wurde außerdem eine 1 DM Goldmünze aus reinem Gold in einer Auflage von einer Million Stück zum Gedenken an die Deutsche Mark ausgegeben, die in gleichen Teilen von allen fünf Münzstätten ausgegeben wurden. Das Gewicht betrug 12 Gramm, bei einem Durchmesser von 32,5 Millimetern.