Münzkatalog: Deutschland

Zentral geprägte Münzen

Zeitperiode: Deutsches Kaiserreich 1871-1918


  Wappen des Deutschen Kaiserreichs 1871-1918   Fahne des Deutschen Kaiserreichs 1871-1918

Entstanden aus: Rheinbund / Deutscher Bund 1806-1871
Aufgegangen in: Weimarer Republik 1919-1932


Zentral geprägte Münzen des Deutschen Kaiserreichs

Die zentral geprägten Münzen des deutschen Kaiserreichs waren die ersten einheitlichen Kursmünzen, die innerhalb des deutschen Reiches überall anerkannt wurden. Die Nennwerte sind im Kleingeldbereich bei 1 Pfennig, 2 Pfennig und 5 Pfennig, weiterhin wurden noch 10 Pfennig Stücke, 20 Pfennig Münzen, 25 Pfennig und 50 Pfennig Stücke zentral geprägt. Das Herzstück der Umlaufmünzen bildet aber das 1 Mark Stück. Bis zum Nennwert von einer Mark wurden alle Münzen zentral in den Prägestätten des Kaiserreichs gefertigt.





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Deutschland Kaiserreich Zentral 1871-1918

  • 1 Mark 1873-1887
  • 1 Mark 1875 Bildseite Deutschland Kaiserreich 1 Mark 1875 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 24,0mm 5,56g
  • Auflage 178'990'334
  • Preise 1 - 12500 €
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  • 1 Mark 1891-1916
  • 1 Mark 1915 Bildseite Deutschland Kaiserreich 1 Mark 1915 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 24,0mm 5,56g
  • Auflage 191'440'213
  • Preise 1 - 13500 €
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  • 1 Pfennig 1873-1889
  • 1 Pfennig 1875 Bildseite Deutschland Kaiserreich 1 Pfennig 1875 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 17,5mm 2,0g
  • Auflage 478'414'851
  • Preise 1 - 3000 €
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  • 1 Pfennig 1890-1916
  • 1 Pfennig 1892 Bildseite Deutschland Kaiserreich 1 Pfennig 1892 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 17,5mm 0g
  • Auflage 1'116'393'373
  • Preise 1 - 2999 €
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  • 1 Pfennig 1916-1918
  • 1 Pfennig 1916 Bildseite Deutschland Kaiserreich 1 Pfennig 1916 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 16,0mm 0,77g
  • Auflage 50'706'753
  • Preise 1 - 6800 €
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  • 2 Pfennig 1904-1916
  • 2 Pfennig 1904 Bildseite Deutschland Kaiserreich 2 Pfennig 1904 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 20,0mm 3,33g
  • Auflage 151'512'768
  • Preise 1 - 1100 €
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  • 5 Pfennig 1874-1889
  • 5 Pfennig 1874 Bildseite Deutschland Kaiserreich 5 Pfennig 1874 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 18,0mm 2,46g
  • Auflage 266'879'021
  • Preise 1 - 290 €
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  • 5 Pfennig 1890-1915
  • 5 Pfennig 1904 Bildseite Deutschland Kaiserreich 5 Pfennig 1904 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 18,0mm 2,5g
  • Auflage 478'837'720
  • Preise 1 - 13500 €
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  • 5 Pfennig 1915-1922
  • 5 Pfennig 1915 Bildseite Deutschland Kaiserreich 5 Pfennig 1915 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 18,0mm 2,5g
  • Auflage 1'496'326'701
  • Preise 1 - 1100 €
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  • 10 Pfennig 1873-1889
  • 10 Pfennig 1873 Bildseite Deutschland Kaiserreich 10 Pfennig 1873 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 21,0mm 4,0g
  • Auflage 272'295'737
  • Preise 1 - 1900 €
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  • 10 Pfennig 1890-1916
  • 10 Pfennig 1898 Bildseite Deutschland Kaiserreich 10 Pfennig 1898 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 21,0mm 4,0g
  • Auflage 478'366'736
  • Preise 1 - 7500 €
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  • 10 Pfennig 1915-1922
  • 10 Pfennig 1922 Bildseite Deutschland Kaiserreich 10 Pfennig 1922 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Form: Rund 21,0mm 3,6g
  • Auflage 245'507'613
  • Preise 1 - 3800 €
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  • 10 Pfennig 1917-1922
  • 10 Pfennig 1921 Bildseite Deutschland Kaiserreich 10 Pfennig 1921 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 21,0mm 3,23g
  • Auflage 1'250'548'613
  • Preise 1 - 995 €
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  • 20 Pfennig 1873-1877
  • 20 Pfennig 1874 Bildseite Deutschland Kaiserreich 20 Pfennig 1874 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 16,0mm 1,11g
  • Auflage 178'578'235
  • Preise 1 - 3900 €
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  • 20 Pfennig 1887-1888
  • 20 Pfennig 1887 Bildseite Deutschland Kaiserreich 20 Pfennig 1887 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 23,0mm 6,25g
  • Auflage 15'015'868
  • Preise 1 - 260 €
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  • 20 Pfennig 1890-1892
  • 20 Pfennig 1890 Bildseite Deutschland Kaiserreich 20 Pfennig 1890 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 23,0mm 6,25g
  • Auflage 10'013'409
  • Preise 1 - 550 €
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  • 25 Pfennig 1907-1912
  • 25 Pfennig 1909 Bildseite Deutschland Kaiserreich 25 Pfennig 1909 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 23,0mm 4,0g
  • Auflage 30'001'796
  • Preise 1 - 2500 €
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  • 50 Pfennig 1875-1877
  • 50 Pfennig 1876 Bildseite Deutschland Kaiserreich 50 Pfennig 1876 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 20,0mm 2,78g
  • Auflage 115'281'144
  • Preise 1 - 2600 €
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  • 50 Pfennig 1877-1878
  • 50 Pfennig 1877 Bildseite Deutschland Kaiserreich 50 Pfennig 1877 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 20,0mm 2,78g
  • Auflage 27'691'960
  • Preise 4 - 1800 €
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  • 50 Pfennig 1896-1903
  • 50 Pfennig 1896 Bildseite Deutschland Kaiserreich 50 Pfennig 1896 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 20,0mm 2,78g
  • Auflage 1'641'768
  • Preise 3 - 1250 €
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  • 50 Pfennig 1905-1919
  • 50 Pfennig 1915 Bildseite Deutschland Kaiserreich 50 Pfennig 1915 Wertseite Deutschland Kaiserreich
  • Kaiserreich Zentral
  • Form: Rund 20,0mm 2,78g
  • Auflage 324'848'679
  • Preise 1 - 7500 €
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Time 0.06 seconds

Prägestätten

Ab 1872 waren das die Prägestätten Berlin, Hannover, Frankfurt, Dresden, München, Stuttgart, Karlsruhe und Darmstadt, 1875 kam die Prägeanstalt Hamburg dazu und 1887 Muldenhütten. Aus logistischen Gründen sowie aufgrund schwankender Ressourcen wurden nicht zu jeder Zeit alle Nennwerte in jeder Prägestätte hergestellt, vorgesehen war es aber trotzdem. Im Jahr 1878 (gerade einmal zwei Jahre, nachdem die Mark flächendeckend eingeführt wurde), stellte Hannover die Ausgabe von Münzen ein und die Prägeanstalt, die sich nunmehr seit einigen Jahren in preußischer Hand befand, wurde geschlossen. Ein Jahr später erfolgte die Schließung der Frankfurter Münzprägestätte, die bis dahin die Goldmünzen für das preußische Gebiet ausgab. 1882 traf es die Prägestätte Darmstadt, auch sie fiel einer Schließung zum Opfer. Die Prägestätte Dresden hatte in der Anfangszeit des deutschen Kaiserreichs noch eine tadellose Auftragslage, bewegte sich aber in den Folgejahren in eine Flaute, was massenhafte Entlassungen und letztlich die Schließung der Prägestätte Dresdens und die Verlegung nach Muldenhütten nach sich zog. Die Prägestätte Muldenhütten wurde später übrigens zu einer der DDR-Prägeanstalten, wenn auch nur vorübergehend.


Ausgaben / Design

Die ersten zentralen Ausgaben von Münzen begannen 1873. Zunächst wurden die Nennwerte 1 Pfennig, 2 Pfennig, 10 Pfennig und 20 Pfennig in Umlauf gebracht. 1874 folgte die 5 Pfennig Münze und ein Jahr später das erste 50 Pfennig Stück des Kaiserreichs. Ab dem 20 Pfennig Stück bestehen zu Beginn alle Münzen aus dem wertvollen 900/1000-Silber, welches beispielsweise dem Mark Stück ein Gewicht von über fünfeinhalb Gramm verlieh. 1877 wurde die Materialzusammensetzung der 20 Pfennig Münzen geändert. Statt 900/1000-Silber fand nun das günstigere Kupfernickel Verwendung. Darüber hinaus wurde das Layout der 50 Pfennig Münze angepasst: zum Motiv kam sowohl auf der Wert- als auch auf der Rückseite ein Kranz hinzu. Die 1 und 2 Pfennig Stücke wurden ab Beginn aus Bronze, das 10 Pfennig Stück aus Kupfernickel hergestellt. 1891 kam es dann zu einer Währungsreform. Betroffen war die Motivgestaltung. Bis dahin zeigte die Rückseite einen Adler mit großen Wappen. Fortan wurde der Adler mit kleinem Wappen dargestellt. Die Vorderseiten trugen von Anfang an den Nennwert, die Worte Deutsches Reich sowie die Währungsbezeichnung Mark oder Pfennig. 1903 kam es erneut zu erheblichen Änderungen im Design. So traf es die 50 Pfennig Münze, die von nun an den Namen ½ Mark trug. Das Gewicht der Münze blieb jedoch erhalten. Vier Jahre später (1907) wurde der Entschluss gefasst, auch 25 Pfennig Münzen zu prägen. Diese hatten bis kurz vorm Krieg, 1912, Bestand.

Wert der Mark

Das zentrale Münzprägesystem schaffte nicht nur Ordnung und die Transparenz einer Währungsunion, sondern beflügelte außerdem den Handel mit Drittstaaten. In der Blüte des Kaiserreichs erhielt man beispielsweise für eine Mark fast einen viertel Doller (USA), fünfeinhalb türkische Piaster oder eineinviertel belgische, schweizerische oder französische Frank. Denselben Wechselkurs gab es beim griechischen Drachme und dem rumänischen Leu. In Norwegen und Schweden erhielt man für eine Mark fast je eine Krone und in Russland fast einen Drittel Goldrubel. Zum Vergleich: in Papierrubel gab es ca. doppelt so viel.
Um diese Zahlen einordnen zu können: Ein durchschnittlicher Arbeiter erhielt in der Zeit des Kaiserreichs einen Monatslohn von knapp über 100 Mark. Bier gab es je Liter für etwa 24 Pfennig, den Liter Milch für 20 Pfennig und das Kilogramm Fleisch für knapp über einer Mark, ebenso wie den Zentner Kohle. Zu berücksichtigen ist nicht nur die Inflation, mit der diese Zahlen aufgerechnet werden müssen, sondern auch der im Durchschnitt geringere Wohlstand.


Reichsbank und Kanzler

Verantwortlich für den Bargeldumlauf und die Menge der insgesamt geprägten Münzen im deutschen Kaiserreich war die am 01.01.1876 gegründete Reichsbank, die erst nach der Kaiserzeit am Ende des zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 aufgelöst wurde. Ihr oblag es, die Umsetzung des neuen Münzgesetzes zu gewährleisten und den Münz- sowie Banknotenumlauf zu begrenzen oder gegebenenfalls zu erhöhen.
Die kaiserliche Reichsbank ging aus der vorigen preußischen Bank hervor, die 1847 wiederum aus der Königlichen Hauptbank Preußen entstand. Der Nachfolger der Reichsbank ist die Bank deutscher Länder BRD (1948-1957), die dann später von der Deutschen Notenbank abgelöst wurde. Die Leerzeit zwischen der Schließung der Reichsbank und der Aufnahme der Geschäftstätigkeit der Bank deutscher Länder hängt mit der verhandlungsreichen Neuaufstellung Deutschlands durch die vier Besatzermächte zusammen, die teilweise unterschiedliche Interessen verfolgten. Die Reichsbank unterstand direkt dem Reichskanzler, welcher zwar nicht Staatsoberhaupt aber Regierungschef des Kaiserreichs war. Der Unterschied besteht darin, dass das Staatsoberhaupt des Reiches (der Kaiser) eine eher repräsentative Funktion erfüllte und der Reichskanzler hingegen exekutiv agierte. So spiegelt sich die jeweilige Münzpolitik auch im jeweiligen Amtsinhaber wieder.
Erster Reichskanzler war der Sozialreformator Otto von Bismarck, der bis 1890 tätig war. Ihn löste Graf Leo von Caprivi ab, der eine sehr offensive Handelspolitik betrieb und damit das Ende der Schutzpolitik einläutete. Nach vier Jahren im Amt ersetzte ihn Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst, der münzpolitisch kaum eine Rolle spielte und heute als Übergangskanzler gilt. Ihm folgte Fürst Bernhard von Bülow, der ein gespaltenes Verhältnis zum Kaiser hatte. Bülow musste letztlich 1909 im Zuge seiner Verwicklung in der Daily-Telegraph-Affäre von seinem Amt als Kanzler zurücktreten. Die Daily-Telegraph-Affäre ist vergleichbar mit der US-amerikanischen Watergate-Affaire und löste in Deutschland große Empörung aus. Es folgte der frühere Verwaltungsbeamte Theobald von Bethmann Hollweg. Während dessen Regierungszeit wurde die Golddeckung der Goldmark im Zuge des ersten Weltkrieges abgekoppelt. Auf Druck des Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg reichte er 1917 seinen Rücktritt ein. Noch im selben Jahr hatte sowohl Georg Michaelis kurzzeitig das Amt des Kanzlers inne, als auch Graf Georg von Hertling. Georg Michaelis brachte durch seine Reden die Mehrheit im Reichstag gegen sich auf, weshalb er nach schon drei Monaten zurück trat. Graf Georg von Hertling gehörte dem rechten Flügel an, konnte seine Ambitionen aufgrund der ausweglosen militärischen Lage im Krieg jedoch nicht umsetzen und trat deshalb zurück. Einen Monat lang war schlussendlich Prinz Max von Baden der letzte Kanzler des Kaiserreichs, bevor dieses im Zuge der Novemberrevolution zerbrach.

Fehlprägungen

Während des deutschen Kaiserreichs kam es bei den zentralen Münzprägungen auch stellenweise zu Fehlprägungen, die besonderes Augenmerk verdienen. Die wohl größte Fehlprägung betraf 10 Pfennig Stücke, bei denen das Motiv so sehr verrutscht ist, dass weder das Prägejahr, noch das Münzzeichen erkennbar sind. Die Abweichung von der Norm beträgt etwa 90%. Mit weniger Abweichung, aber immer noch genug Differenz, dass weder Münzzeichen noch Prägejahr erkennbar sind, traf es auch 5 Pfennig Stücke in beiden Währungsperioden. Auch ein 10 Pfennig Stück von 1917 weist eine hohe Dezentrierung auf, kann aber als staatliche Ersatzmünze aus der Berliner Münzprägestätte identifiziert werden. Auch ein Berliner 5 Pfennig Stück von 1918 taucht unter Sammlern als erhebliche Fehlprägung auf. Doch nicht nur Pfennige, auch diverse Markstücke, Sondermünzen und auch Gedenkmünzen wurden teilweise als Fehlprägungen ausgegeben. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Einige 5 Mark Münzen des Königreichs Preußens, 3 Mark Kursmünzen Anhalts oder einigen 5 Mark Münzen Württembergs von 1908 weisen den skurrilen Tippfehler OTT MIT UNS statt der Worte GOTT MIT UNS auf. Bei den Badener 5 Mark Münzen in der Anfangszeit des deutschen Kaiserreichs fehlt teilweise der Querstrich des Buchstabens A. Später entstand im selben Wort der Fehler, dass das D ähnlich dem U oben nicht durch einen Strich begrenzt wird. Auf den 2 und 5 Mark Münzen Bayerns wurden zuweilen die Locken des geistig beeinträchtigten Thronfolgers Otto Wilhelm Luitpold Adalbert Waldemar von Wittelsbach falsch dargestellt. Statt einer geschlossenen Locke trägt er auf den Münzen eine offene und in Sachsen-Meiningen wurde teilweise der Bart des Herzogs Georg II. falsch dargestellt.



Regenten 1871-1918 Preußen

     
BildTitelNameRegierungLebenVollständiger NameHinweis
Kaiser Wilhelm I Preußen 1871-1888 Kaiser  Wilhelm I  1871-1888  22.3.1797 
9.3.1888 
Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen
Kaiser Friedrich III Preußen 1888-1888 Kaiser  Friedrich III  1888-1888  18.10.1831 
15.6.1888 
Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen Regent für 99 Tage 1888
Kaiser Wilhelm II Preußen 1888-1918 Kaiser  Wilhelm II  1888-1918  27.1.1859 
4.6.1941 
Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen

Überblick

In neun verschiedenen Münzprägestätten fand die Produktion der zentralen Münzen des deutschen Kaiserreichs statt. Begonnen wurde 1873 mit der Produktion zentraler 1 Pfennig Münzen, 2 Pfennig Münzen sowie 10 und 20 Pfennig Münzen im Kleingeldbereich. Auch die erste Mark wurde in diesem Jahr geprägt. Eine jede Kleingeldmünze wies einen Materialwert auf, der jeweils unter dem Nominalwert lag. Das wertige 900/1000er Silber wurde zu Beginn erst ab einem Nennwert von 20 Pfennigen eingesetzt. Bereits vier Jahre nach der Einführung der Mark und Pfennige, wurde die Produktion von 20 Pfennig Stücken umstrukturiert. Fortan fand das preisgünstigere Kupfernickel Verwendung. Die 1 bis 10 Pfennig Stück bestanden ohnehin schon aus Kupferlegierungen. Ab 1875 wurden zusätzlich zu den bereits bestehenden Nennwerten auch noch 50 Pfennig Münzen geprägt. Deren Design änderte sich schon nach zwei Jahren der Prägung, indem auf der Bildseite ein Lorbeerkranz hinzugefügt wurde. Ab 1896 kam es dann zu einer dritten Prägeperiode der 50 Pfennig Münzen (das Gewicht blieb jeweils immer gleich, ebenso die Abmessungen) und ab dem Jahr 1905 wurde sogar die Bezeichnung der Münze geändert: Statt 50 Pfennig hieß sie nun ½ Mark. 1891 erhielten alle Münzen hinsichtlich der Bildseite eine Umgestaltung. Statt dem bisher verwendeten kleinen Reichsadler mit großem Wappen, wurde ab ´91 ein großer Adler mit kleinem Wappen genutzt. In der Umgangssprache etablierte sich für die 10 Pfennig Münzen die Bezeichnung Groschen und für das 5 Pfennig Stück der Begriff Sechser, da der vorige halbe Groschen 6 Pfennigen entspricht. Obwohl sich das deutsche Reich nun deutsches Kaiserreich nannte und die Währung Mark nutzte, hielt der Begriff Reichsmark erst nach dem Untergang der Monarchie Einzug, und zwar in der Weimarer Republik. Bis dahin nannte sich die Währung einfach nur Mark. Mit Beginn des ersten Weltkrieges und der Abkoppelung der Währung von der Goldmenge etablierte sich im Hinblick auf das Reichsmünzgesetz der Begriff "Goldmark". Alle zentralen Münzen des deutschen Kaisereich mussten über die gesamte Zeit den Adler und das Wappen auf der Rückseite tragen. Bilder der jeweiligen Herrscher waren auf den zentralen Umlaufmünzen nicht vorgesehen. Schließlich sollte die erste Währungsunion Deutschlands Einheitlichkeit, Ordnung und Transparenz in den Bargeldverkehr bringen und damit Vertrauen sowohl ins Reich als auch in dessen Geld entstehen lassen. Obwohl der Reichsadler aus dem Mittelalter stammt und im Heiligen Römische Reich Deutscher Nationen eng mit den Weltanschauungen der Herrscher verbunden war, fand er auch im deutschen Kaiserreich ob seiner Bedeutung den Platz auf die Bildseiten der Münzen. Ihm wurde die Ausstrahlung kaiserlicher Amts- und Befehlsgewalt nachgesagt und er symbolisiert die Idee eines deutschen Reiches. In Kombination mit dem Reichswappen sollte die Motivgestaltung der Bildseiten zentraler Umlaufmünzen des Kaiserreichs dessen Souveränität und den Gedanken des Föderalismus transportieren (auch wenn der tatsächliche Föderalismus erst viel später kommen sollte).

Münz Marken

MarkePrägeortPrägezeitraum
ABerlinAb 1872
BHannover1872 - 1878
CFrankfurt1872 - 1879
DMünchenAb 1872
EDresen1872–1887
EMuldenhüttenAb 1887
FStuttgartAb 1872
GKarlsruheAb 1872
HDarmstadt1872–1882
JHamburgAb 1875

Gebiet und Lage des Deutschen Kaiserreichs

Karte des Deutschen Kaiserreichs 1871-1918  

Daten Deutsches Kaiserreich

LandeshauptstadtBerlin
RegierungsformFöderale Erbmonarchie
StaatsoberhauptDeutscher Kaiser (König von Preußen)
Bestehen1871–1918
Fläche540.858 km² (1910)
Einwohner64.925.993 (1910)
Entstanden ausDeutscher Bund
Aufgegangen inWeimarer Republik

Währung

Mark und Pfennige, Kleinmünzen bis 1 Mark wurden zentral geprägt, 2, 3 und 5 Mark Münzen wurden mit dem Portrait des Monarches des Staates geprägt und mit einer Einheitlichen Wertseite.



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